Beiträge von Kidz5

    Der Abend vor Weihnachten


    Die Augen des kleinen Jadon strahlten. Gerade hat er mit seinem Papa die Spitze auf den Weihnachtsbaum gesteckt, der dieses Jahr besonders schön geworden ist. Er glitzert und leuchtet in vielen Farben. Draussen fallen die Schneeflocken auf die Straße und die ganze Stadt ist in einem wunderschönen weiß eingehüllt. Schnell läuft er in die Küche zu seiner Mama, die gerade die Plätzchen und Lebkuchen aus dem Ofen geholt hat. Schnell möchte er die klebrige Honigmasse auf die Plätzchen verteilen, aber Mama ermahnt ihn: „Nein, Jadon. Du musst leider noch warten, sie sind noch sehr heiß. Wir müssen sie erst abkühlen lassen.“ Jadon stampft mit dem Fuß auf den Boden und sagt: „Och menno, wir haben uns doch extra mit dem Baum beeilt.“ Aber dann nimmt er Mama am Arm und ruft: „Mama, Mama, komm mit. Du musst dir unbedingt den Baum ansehen. Er sieht so aus, als wenn überall glitzernde Diamanten hängen!“ Mama stolpert hinter ihm her und bleibt mit großen Augen vor dem Baum stehen. „Oh ja, er sieht dieses Jahr besonders schön aus. Das habt ihr toll gemacht,“ sagt sie mit einem Lächeln.

    „Ich gehe kurz raus, und Brennholz für den Kamin holen,“ ruft Papa von der Terassentür. „Papa, warte, ich komme mit,“ ruft Jadon laut. Sie gehen nach draußen und die Schneeflocken fallen ihnen ins Gesicht. Schnell nimmt Papa ein paar Holzscheitel und will gerade wieder reingehen, da ruft Jadon: „Papa, Papa, schau mal, da läuft ein Schneefuchs!“ Papa dreht sich um, und sah nur noch die Schwanzspitze in einem Gebüsch verschwinden. „Komm schnell, wir gehen rein, sonst werden wir noch zu Eiszapfen,“ sagt Papa. Jadon wollte gerade reinspringen, als platsch, er in einer schleimigen Pfütze landete und ausrutscht. Papa nimmt ihn an der Hand und zog ihn hoch: „Na, aber jetzt schnell rein. Nun musst du noch in die Badewanne. Papa konnte sich das grinsen kaum verkneifen.

    Mama hat den kleinen Unfall schon bemerkt und das Badewasser eingelassen. Während Jadon in der Badewanne sitzt und mit dem Schaum eine kleine Mine für sein Qietscheentchen gräbt, nimmt Papa das Holz, legt es in den Kamin und zündet es mit einem Stück Papier an. Schnell entzündet sich das Holz, und es wird wohlig warm. Papa will gerade durch die Tür in die Küche gehen, als Mama ´Stop´ruft. Sie geht zu ihm hin und schielt nach oben. Papa sieht hoch und sieht den Mistelzweig hängen. Er nimmt Mama in den Arm und gibt ihr einen zärtlichen Kuß. Auf einmal klingelt die Backuhr und Mama läuft schnell zum Ofen. „Soo, der Weihnachtsbraten ist auch fertig. Wenn Jadon aus der Badewanne kommt, können wir die Plätzchen verzieren.“ Jadon kommt in die Küche gerannt, setzt sich an den Tisch und fängt an, die Plätzchen mit der Honigmasse zu bestreichen. Nach einer halben Stunde sind alle Plätzchen richtig bunt und glitzern.

    Mama zeigt auf die Uhr und sagt: „Jadon, es ist Zeit fürs Bett. Sonst kann der Weihnachtsmann heute nacht nicht kommen.“ - „Ist gut,“ sagt Jadon, „aber du musst noch einen Teller mit Plätzchen für den Weihnachtsmann hinstellen!“ Mama nickt, und Jadon geht schnell ins Bett und schläft ein.