Beiträge von Lennerd007

    Eine Weihnachts Geschichte


    "Wo bin ich?" Ich schaue mich um und sehe nichts als Stein, naja doch etwas mehr, eine kleine Pfütze mit Schleim aber sonst wirklich nichts. Ich stehe auf und gehe zu der Pfütze, doch ich rutsche aus und falle auf den Boden, mein Kopf schmerzt und mir ist kurz schwarz vor Augen. Als ich die Augen wieder öffne steht vor mir ein viereckiges Wesen welches mich mit seinen violetten Augen fragend anschaut. "Woher kommt es und wieso bin ich nun nicht mehr in dieser Art ´Höhle´?" frage ich mich und schaue zu dem Wesen auf, es oder was auch immer es ist geht wieder und hinterlässt mich verdattert auf einem Bett aus Federn. Ich versuche wieder aufzustehen doch bald schon bemerke ich das meine Beine unheimlich schmerzen und mir keine andere Wahl lassen als sitzen zu bleiben. Nun als das Wesen wieder kommt gibt es mir eine Schüssel voller Honig, es ist wohl nicht sehr gesprächig oder kennt meine Sprache einfach nicht, wobei ich bin es ja auch nicht sonderlich. Nachdem ich die Schüssel ausgelöffelt habe geht es mir prompt besser und es scheint auch als täten meine Beine doch nicht mehr ganz so doll weh. Ich versuche wieder aufzustehen und naja es missfällt kläglich aber das Wesen wird auf mich aufmerksam und wickelt eine Art Papier um mein Bein, was zwar auch nicht hilft aber anscheinend nett gemeint war. Nach einigen Tagen geht es meinen Beinen so gut das ich wieder gehen kann, zwar nur mit Hilfe aber immerhin etwas. Das Wesen führt mich zu seinem geräumigen ´Wohnzimmer´, naja aufjedenfall besser als das ´Zimmer´ in dem ich zuvor war. Nach weiteren 2Tagen wenn ich es richtig eingeschätzt habe bin ich so gut auf den Beinen das ich einen Schritt außerhalb der ´Wohnhöhle´ setzen kann, es scheint so als währe es Winter denn es kommen ganz viele viereckige Schneeflocken vom grauen Himmel, welche am Boden eine Zentimeter hohe Schneeschicht bilden. Was mir auffällt: Nicht nur die Höhle, die Schneeflocken und das Wesen sind viereckig sondern alles ... außer ich. Nachdem ich noch einige Zeit bei dem Wesen verbracht habe beginne ich zum ersten mal mit einem Gespräch welches eigentlich nur aus einer einzigen Frage besteht da das Wesen nicht antwortet. "Wann kann ich von hier weg?" Als das Wesen dies hört blickt es mich aufmunternt an erwidert jedoch nichts. Nach diesem ´Gespräch´ habe ich beschlossen zu verschwinden, meinen Beinen geht es gut, mir auch und ich habe keinen Grund zu bleiben. Somit bin ich bereit zu gehen, nunja ich bin nicht so mutig und schleiche mich episch unter eintausend Gefahren durch die Höhle und suche nach einem Ausgang der mir schon gezeigt wurde, nein ich frage einfach höflich das viereckige Wesen, naja das ist zwar nicht so spektakulär aber viel netter. Als ich das Wesen darauf anspreche nickt es nur verständnisvoll und gibt mir noch eine letzte Schüssel voller Honig. Am nächsten Tag bin ich schon aufgebrochen und mit mehren vielleicht nützlichen Utensilien bepackt in der ´Außenwelt´. Nach zehn Minuten sehe ich auch schon das erste Anzeichen von Leben, auf dem mir doch so unbekannten Gebiet, ein Schneefuchs, zumindest sieht dieser sehr stark nach einem aus, er erfüllt alle Merkmale außer die Form, welche ebenfalls viereckig ist. Dies ist nicht sehr verwunderlich da dies in dieser Welt ziemlich normal zu seien scheint. Nachdem ich ein oder zwei zweitausend Blöcke gegangen bin, so nenne ich diese Viereckigen Klötze, treffe ich auf einen Wald über dem sich ein Rauchfaden empor streckt. Ich laufe schneller und sehe nach kurzer Zeit eine kleine Lichtung mit drei bis vier Häusern, als ich an eine Tür klopfe scheint sich anfänglich nichts zu rühren doch nach weiteren fünf Sekunden öffnet sich die Tür und ein großer bärtiger Mann steht vor mir - welcher natürlich auch viereckig ist - , er lächelt mich an und sagt "Ho Ho Ho, es ist Weihnachten.", ich frage "Und Sie sind der Weihnachtsmann oder wie?", er erwidert "Nein, aber es ist nicht verwunderlich das du mich für ihn hällst, ich sehe ja auch ein wenig wie er aus.". Er bittet mich herein und fragt mich woher ich denn gekommen bin und wieso ich denn so anders aussähe wie alles andere. Ich beantworte ihm die erste Frage doch auf die zweite habe ich leider keine Antwort. Nun frage ich: "Nachdem Sie mich nun ausgefragt haben bin ich wohl dran, also wieso sind Sie denn hier so einsam und allein mit ein paar anderen hier irgendwo in einem Wald?", antwortet er " Da, wir hier für unser Heimatdorf in der Mine viele Erze abbauen, besonders Diamanten." "Aber Wieso feiern Sie denn nicht Weihnachten mit der Familie?" "Das ist schwierig. Hauptsächlich weil ich keinen Wei(h)nachtsbraten mag ha ha, aber auch weil es mindestens drei Wochen dauern würde von hier wieder nachhause zu kommen." "Das tut mir leid, aber wenn ich fragen darf, wie kommen denn die abgebauten Erze zurück zu Ihrem Heimatdorf?" "Per Ec." " Was ist eine Ec?" " Eine Ec ist die Abkürzung für ´Enderchest´ - ein Schnelltransportmittel welchen jedwegen Gegenstand von hier nach da teleportieren kann." ... Nach einer Schweigeminute geht der ´Weihnachtsmann´- ich kenne seinen Namen nicht - zum Kamin und verbrennt ein paar Mistelzweige, ein wohlwollender Geruch steigt mir in die Nase und Ich lege mich nach diesem besinnlichen Abend in das Bett des Gastzimmers.